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Kunstprojekte fördern benachteiligte SchülerInnen (KUSCH)
Oktober 2008 - September 2010

Das Fachgebiet Malerei und das Institut für Kunst im Dialog der Alanus Hochschule realisieren gemeinsam mit Projektpartnern aus drei europäischen Ländern ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das sich mit der Förderung von benachteiligten und lerneingeschränkten Schülern durch Kunst beschäftigt.


Was wird gemacht?

Tuchmalerei

Im Projekt werden Wege entwickelt, erprobt, evaluiert und verbreitet, sozial und kulturell benachteiligte bzw. lerneingeschränkte SchülerInnen mit Mitteln der Kunst zu fördern und kulturell zu integrieren. An den Partnerschulen werden unter Lernbegleitung durch pädagogisch erfahrene professionelle Künstler (Maler, Musiker, Bildhauer und Schauspieler) der Alanus Hochschule zusammen mit den SchülerInnen und Lehrern der Schulen komplexe Kunstprojekte entwickelt, über zwei Wochen durchgeführt und in Ausstellungen o.ä. präsentiert.

Was soll erreicht werden?

Wandmalerei

Jede Partnerschule des Projekts arbeitet mit SchülerInnen, die zu diskriminierten ethnischen Minderheiten gehören und/oder sozial benachteiligt sind und erhebliche Lernbeeinträchtigungen aufweisen. Soziale Integration, Lernen und Zukunftschancen dieser Schülerinnen und Schüler sind erheblich gefährdet u.a. durch fehlende soziale Kompetenzen, hohe Gewaltbereitschaft, Entmutigung, Versagerselbstbilder, vielfältige Lernwiderstände, Ängste und Mangel an Eigeninitiative; sie befinden sich im „Teufelskreis der Benachteiligung“.

Diese diskriminierten und benachteiligten SchülerInnen werden von den Schulen in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert bis hin zur Berufs- und Arbeitsmarktreife als Voraussetzung ihrer sozialen und beruflichen Integration. Die beteiligten Schulen experimentieren dazu bereits mit neuartigen Unterrichtsformen und Elementen des Handlungslernens. Von den Kunstprojekten erhoffen sie sich eine entscheidende Ergänzung und Erweiterung ihres Repertoires vor allem im Bereich der Förderung personaler und sozialer (Schlüssel-)Kompetenzen. Denn gerade mit künstlerischen Mitteln können Initiative, kulturelle Ausdrucksfähigkeit und Kreativität der SchülerInnen gefordert, Versagensselbstbilder überwunden und Freude am Lernen und Lernkompetenz (wieder) geweckt werden. Das aber sind persönliche Voraussetzungen für bessere Schulerfolge und damit für wachsende Integrationschancen.

Die Kunstprojekte sollen den Schulalltag durchbrechen und den Schülern Gelegenheit bieten, neue Fähigkeiten in sich zu entdecken und sich selbst als „Gestalter ihrer Verhältnissen“ zu erleben. Außerdem können durch Kunstprojekte soziale Kompetenzen nachhaltig gefördert werden.

Was steht dahinter?

Seit der Reformpädagogik wird immer wieder auf die Leistungsfähigkeit der Kunst in diesem Zusammenhang hingewiesen, ohne dass darauf bisher breit zurückgegriffen worden wäre. Das vorliegende Projekt macht mit diesem Ansatz ernst. Die Partnerschulen partizipieren an den vorliegenden Erfahrungen mit künstlerischen Ansätzen, übertragen sie auf ihre spezifischen Bedingungen und bauen sie in ihren Lehrplan ein, um damit die Qualität ihrer pädagogischen Konzepte nachhaltig zu steigern.

Künstlerisch wird die Idee des „erweiterten Kunstbegriffs“ (J. Beuys) direkt übergeführt in die soziale Wirklichkeit sozialer Brennpunkte und erhält hier unmittelbar soziale Bedeutung als Impuls der Selbst- und Sozialgestaltung. Damit verwirklicht dieses Projekt ein Kernanliegen der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, die seit vielen Jahren auf diesem Gebiet forscht und junge Künstler für solche Tätigkeitsfelder aus- bzw. weiterbildet.

 

 
   
       
  Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.
 
     
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