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Belgien: Antwerpen, Parcivalschool

Der erste Durchgang dieses Teilprojekts fand Ende März/Anfang April 2009 statt. Auch hier gab es ein Rahmenthema für die zweiwöchigen Kunstprojekte, nämlich „Strange World“. Die Schülerinnen und Schüler sollten ihrer Phantasie freien Lauf lassen und in verschiedenen klassenübergreifend zusammengesetzten Gruppen mit verschiedenen Mitteln völlig neue Formen des Umgangs miteinander lernen z.B. Begrüßungsformen. Sie sollten neue Kleidung, neue Formen des Wohnens und verschiedene Lebewesen u. ä. erfinden, wie man sie vielleicht auf einem ganz fremden, noch zu entdeckenden Planenten vorfinden könnte. Es nahmen alle Schüler der Oberstufe teil. Die Gruppen bildeten sich nach den unterschiedlichen zur Verfügung stehenden künstlerischen Medien. Es gab

  • zwei Schauspielgruppen (die eine inszenierte eine Installation mit EURO-Paletten, die andere übte verschiedene Kurzszenen ein);
  • eine Sprayergruppe, die auch Karikaturen und einen Comic anfertigte,
  • eine Kostümgruppe, die aus allen möglichen Textilien und anderen Materialien Fantasiekostüme entwarf und schneiderte, und
  • eine Turmbaugruppe, die aus Holz hohe Türme konstruierte und mit allerhand Fantasiewesen bemalte, nachdem sie die Farben dazu selbst aus verschiedenen Naturmaterialien angefertigt hatte.

Einige Fotoimpressionen aus Belgien

Bei diesem Projekt gab es keine Musik, am Ende aber eine große gemeinsame Präsentation, bei der sich die Gruppen ihre Arbeiten gegenseitig vorstellten – u.a. in Form einer raffinierten Modenschau. Unvorhersehbare Umstände verhinderten, dass das Rahmenthema wirklich voll zum Tragen kam und die verschiedenen Projektgruppen zusammenführte. Dadurch konnte das ursprünglich beabsichtigte große gemeinsame Projekt nicht entstehen. Lern- und Veränderungsprozesse konnte es deshalb nur auf der Ebene der Einzelgruppen geben. Immerhin fiel den Lehrern besonders auf, wie stark sich das Verhalten mehrerer Schüler von ihrem sonstigen Verhalten in der Schule unterschied. Es gab weniger Aggressionen, als „schwierig“ verrufene Schüler fügten sich in den sozialen Zusammenhang besser ein und, sonst eher zurückhaltende Schüler wuchsen über sich hinaus.

 
  Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.
 
     
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